Persönlicher Erfahrungsbericht
Dirk Gasber

Dirk Gasber

Eckdaten / Dirk Gasber

  • Head of Technical Support bei Alcon in Großwallstadt
  • Maschinenbau-Ingenieur und begeisterter Tüftler
  • Sorgt seit mehr als 10 Jahren mit maßgeschneiderten tech­nischen Lösungen für den Kontaktlinsenversand in die ganze Welt

Wie meine derzeitigen Aufgaben und Verantwortungsbereiche aussehen?
Ich arbeite zwar für ein Unternehmen, das Kontaktlinsen herstellt, habe aber zum Glück keine Sehschwäche und trage deshalb auch keine Kontaktlinsen. Aber meine Arbeit wird von diesem Produkt und der Frage, wie es möglichst schnell von A nach B transportiert wird, bestimmt.

Wie ich mein Aufgabengebiet beschreiben würde?
Meine Jobbezeichnung lautet Head Technical Support. Ich kümmere mich um die Anlagen in der Eurologistik am Standort Großwallstadt. Sich kümmern bedeutet konkret, dass ich für die Entwicklung und Instandhaltung der kompletten Logistik-Automatisierung zuständig bin. Nahezu alle Anlagen, die im Logistikzentrum stehen, habe ich mir zusammen mit meinem Team ausgedacht. Vereinfacht gesagt heißt das: Wir haben eine Idee und entwickeln ein erstes Konzept. Nach Genehmigung des Business-Cases kaufen wir Komponenten und Anlagenteile ein, koordinieren den Zusammenbau und kümmern uns um die Inbetrieb­setzung bis hin zur Vergabe des CE-Zeichens, das die Freiverkehrsfähigkeit von Industrieerzeugnissen im Europäischen Binnenmarkt kennzeichnet. Manchmal kann es dabei zu einem ganz neuen, patentierten System kommen. Meine Arbeit umfasst also die gesamte Bandbreite von der Entwicklung bis hin zur Instandhaltung inklusive Projektmanagement, Validierung, Qualitätssicherung etc.

Wie meine Arbeit als Entwickler konkret aussieht?
Meistens sind es Schlagworte wie Kostenersparnis und Effizienzsteigerung, die meine Arbeit prägen. Oder es sind neue Kundenwünsche, wie beispielsweise Eigenmarken, die besondere Anforderungen an eine Anlage stellen. Meine Aufgabe ist es dann technische Lösungen zu finden, wie wir diesen neuen Anforderungen gerecht werden können.

Wohin die Kontaktlinsen geliefert werden?
Unsere Produkte gehen in die ganze Welt. Wir versorgen Linsenträger aus Russland oder Kuwait genauso wie Kunden aus den USA oder Asien. Unser Kerngebiet sind allerdings euro­päische Länder, in die wir im 24-Stunden-Service liefern. Das bedeutet, dass Bestellungen, die bei uns bis spätestens 19 Uhr eingegangen sind, innerhalb Europas schon am nächsten Tag beim Kunden sind.

Wie mein Berufsweg bisher verlief?
Mittlerweile bin ich seit 16 Jahren bei CIBA VISION. Angefangen habe ich in einer anderen Abteilung, der DAILIES® -Kontaktlinsenproduktion. Zu diesem Zeitpunkt war die eingesetzte Fertigungstechnologie noch völlig neu und es wurde geplant, eine Produktion in den USA  auf die Beine zu stellen. Da mir damals der Gedanke an einen längeren Auslandsaufenthalt sehr gefallen hat, habe ich diese Aufgabe gerne angenommen und dort den Aufbau der Entwicklung und die Schulung neuer Mitarbeiter übernommen. Nach Abschluss des Projekts folgte die Bewerbung für den Bereich Eurologistik in Großwallstadt. Obwohl ich anfangs noch die Bedenken hatte, dass ich mich aufgrund der bis dato noch fehlen­den Automatisierungstechnik langweilen würde. Aber wie man aus meiner langen Unternehmenszugehörigkeit lesen kann haben sich diese Gedanken nicht bestätigt.

 

Für mich als Ingenieur war es immer sehr wichtig, mich interessanten technischen Herausforderungen stellen zu können. Da mein Job für mich bis heute abwechslungsreich und spannend geblieben ist, bin ich damit sehr zufrieden.

 

Was ich vor Alcon gemacht habe?
Ich habe Maschinenbau im Rahmen eines kooperativen Studiums studiert, also eine Lehre und ein Studium parallel absolviert. Für den praktischen Teil meines Studiums war ich bei einem Tochterunternehmen von Südzucker, einer Eisfabrik, beschäftigt. Über meinen Schwerpunkt Verpackungstechnologie kam ich schließlich zu Alcon und Novartis.

Wie mich Alcon und Novartis bei meinen beruflichen Zielen unterstützt?
Vieles, was meine berufliche Tätigkeit heute ausmacht, wurde mir nicht während der Ausbildung oder des Studiums beigebracht, sondern basiert auf langjährigen Erfahrungen. Die Weiterbildungsmöglichkeiten wie Trainings und Führungskräfteseminare, die man bei Novartis in Anspruch nehmen kann, sind dennoch wichtige Bausteine, um sich das nötige Wissen anzueignen und seine Persönlichkeit herauszubilden. Während meines USA-Aufenthalts habe ich beispielsweise von interkulturellen Trainings profitiert. Wenn plötzlich unterschiedliche Mentalitäten im Arbeitsprozess aufeinander prallen, ist es schon wichtig zu wissen, wie man am besten mit diesen Unterschieden umgeht.

Was ich Berufseinsteigern mit auf den Weg geben möchte?
Das ist nicht so pauschal zu beantworten, weil es immer darauf ankommt, was man sich von seinem Berufsleben wünscht. Bei mir stand immer weniger der Karrieregedanke, als die Freude an interessanten und fordernden Aufgaben im Vordergrund. Ich denke, dass diese Einstellung vielleicht nicht gerade zur Vorzeigekarriere und dem bestbezahlten Managerposten führt, stattdessen aber die Basis für ein erfolgreiches Berufsleben bilden kann. Für mich als Ingenieur war es immer sehr wichtig, mich interessanten technischen Herausforderungen stellen zu können. Da mein Job für mich bis heute abwechslungsreich und spannend geblieben ist, bin ich damit sehr zufrieden. Ein größeres Kompliment kann man als Ingenieur dem eigenen Job meiner Meinung nach auch nicht machen.

Worauf ich als Vorgesetzter bei Bewerbern achte?
In erster Linie müssen natürlich die fachlichen Voraussetzungen stimmen. Fast genauso wichtig ist allerdings, dass der Bewerber menschlich ins Team passt, dass man irgendwie auf einer Wellenlänge liegt. Deshalb geht einer Einstellung in meinem Team meist ein Probearbeitstag voraus, um auch meinem Team die Chance zu geben, sich eine Meinung über den Bewerber zu bilden.

Alcon / Novartis ist für mich...
nach so langer Zeit ein Stückweit Familie geworden, da ich meine Kollegen mittlerweile lange und gut kenne und die Zusammenarbeit mit ihnen sehr schätze.

Jobbörse für Berufserfahrene

Wir suchen ständig erfahrene Tüftler, Strategen, Entwickler und Macher. Derzeit offene Stellen im Novartis-Konzernverbund finden Sie hier.

Zur Jobbörse