Novartis Karriere Berufserfahrene Erfahrungsbericht Anja Person

Persönlicher Erfahrungsbericht
Anja Person

Anja Person

Eckdaten / Anja Person

  • Process Unit Head bei der Novartis Manufacturing GmbH in Marburg
  • Seit 8 Jahren bei Novartis und leitet die Produktion der BioProduction Marburg
  • Ihr Anspruch: Das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Qualität zu den richtigen Kosten herstellen

 

Anja Person leitet die Produktion der BioProduction Marburg. Hier werden biologische Arzneimittel (Biologics) hergestellt. Biologics sind komplexe Moleküle, die mithilfe lebender Zellen hergestellt werden. Das erste Produkt der BioProduction Marburg ist ein monoklonaler Antikörper, ein Biosimilar zum Wirkstoff Rituximab. 

Frau Person, Sie sind seit September 2017 in Marburg. Wie gefällt Ihnen Ihre Aufgabe dort?
Das ist super! Wir bauen hier gerade den Produktionsstandort auf und aus. Genau das, was ich bei Novartis immer machen wollte. Ich habe seit meinem Einstieg in die Firma 2011 schnell erkannt, dass in der Medikamentenproduktion das wahre Leben für mich läuft. Da geht was voran. Da ist immer was los und es braucht jemanden, der Entscheidungen trifft. Man muss viele Dinge und das Team zusammenführen. Genau das entspricht meinen Stärken. So bin ich 2012 relativ schnell von der Qualitätssicherung in die Produktion gewechselt. Die jetzige Aufgabe in Marburg ist ideal für mich. 

Wie sehen Ihre Aufgaben aus?
Zunächst einmal: Novartis hat hier einen ehemaligen Impfstoff-Produktionsstandort komplett umgebaut für die biotechnologische Herstellung monoklonaler Antikörper. 

Da hat Novartis ordentlich investiert!
Ja, das Unternehmen hat erkannt, dass der Bedarf an Biologics stark steigen wird. Wir waren in der glücklichen Lage, dass in Marburg schon ein Teil des Equipments da war, nämlich Bioreaktoren, die gebraucht werden, um Zellkulturen anzusetzen. Dadurch haben wir die neue Produktion in nur zweieinhalb Jahren realisieren können. Seitdem habe ich die Organisation mit den Schichtgruppen aufgebaut und mit meinen Teams aus der Projektphase die kommerzielle Produktion zum Laufen gebracht. Wir haben zwei Produktionslinien und haben jetzt die ersten Chargen hergestellt. Ich organisiere die Produktionsabläufe zusammen mit meinem Team und meinen Kollegen und definiere Prozesse, damit wir einen rundlaufenden Betrieb haben.

Was muss ein Produktionsleiter wie Sie generell managen?
Simpel ausgedrückt: das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Qualität zu den richtigen Kosten herstellen. Bildhaft kann man sagen: Wenn Sie sich eine Sanduhr vorstellen, befindet sich der Produktionsleiter an der schmalsten Stelle. Oben sitzt bei uns die Novartis Technical Operations in Basel, die die globalen Produktionsvorgaben festsetzt. Unten befindet sich der Produktionsbetrieb in Marburg. Ich bin für das Filtern dieser Informationen zuständig: Was kommt von Global rein, was müssen wir umsetzen? Und von unten eben: Was braucht die Organisation im Betrieb? Was muss ich nach oben, nach Global, mitteilen? Brauche ich mehr Leute?

Wie groß ist Ihr Team?
Mein Team besteht aus 6 Personen, die direkt an mich berichten, und die Organisation darunter hat momentan 110 Mitarbeiter. Am Standort in Marburg beschäftigen wir über 200 Kollegen und werden 2019 noch weiter wachsen. 

 

Die Mitarbeiter bei Novartis Marburg sind hoch motiviert

 

Was reizt Sie an der Aufgabe?
Es ist jeden Tag anders. Obwohl es viel Schreibtischarbeit ist und viele Meetings dazukommen, sieht man am Schluss, was man geleistet hat. Jede Charge, die wir abfüllen, macht mich stolz! Und was mich besonders reizt, ist diese Start-up-Kultur, die wir in Marburg leben. Wir sind von einem anfangs sehr kleinen Team enorm gewachsen, haben die neuen Leute auch mitgenommen – für ein gutes Miteinander und einen guten und schnellen Fluss von Informationen. 

Gehen schon Medikamente raus?
Jein. Wir produzieren schon und haben auch bereits die Herstellerlaubnis der Behörde. Die Zulassung unseres Standortes bei der Europäischen Behörde für das Rituximab-Biosimilar läuft gerade erst. Wir erwarten sie für den kommenden Sommer. Das heißt, wir bereiten alles vor, sodass wir gleich ab dem Tag der Zulassung unsere Patienten beliefern können.

Es ist alles frisch und neu. Ist ja spannend!
Absolut! Man merkt das auch, alle sind guter Stimmung, unsere Leute gehen mit Lust an die Arbeit, sind hoch motiviert. Das ist eine tolle Arbeitsatmosphäre und eine schöne Kultur, die wir hier geschaffen haben. 

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